Friseur-Innung

Nürnberg

Herzlich willkommen bei der Friseur-Innung Nürnberg

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

in einem gemeinsamen Brandbrief haben sich die Friseurinnungen Nürnberg und Fürth an die Bundes-und Landtagsabgeordneten in den Stimmkreisen Nürnberg und Fürth gewandt:

Die Forderungen:

Friseure spätestens ab 1. Februar wieder öffnen!

Erweiterung der finanziellen staatlichen Hilfen!

 Sehr geehrte Damen und Herren,

gerade erst ist der ursprünglich bis zum 10. Januar 2021 befristete Lockdown bis Ende Januar 2021 verlängert worden und es werden von der Politik bereits deutliche Zeichen gesendet, dass eine weitere Verlängerung wahrscheinlich ist.

Für die Betriebe des Friseurhandwerks ist die mittlerweile zweite Schließung in Folge der Pandemie zu einer existenziellen Bedrohung geworden:

Die Umsatzeinbußen aus dem Frühjahr sind noch lange nicht verdaut. Seit der Wiederöffnung im Mai konnte die Mehrzahl der Betriebe nicht mit Volllast fahren, das ausgefeilte Hygienekonzept der Friseure ist nicht ohne zusätzliche Kosten umzusetzen. Seit der Schließung am 16. Dezember sind die Betriebe nun wieder bei Umsatz „Null“. Das schon in „normalen“ Zeiten immens wichtige Weihnachtgeschäft ist ausgefallen.

Durch Kurzarbeitergeld können die Personalkosten zum Teil aufgefangen werden, die zusätzlich mögliche Überbrückungshilfe III deckt aber nur einen kleinen Teil der weiteren Kosten. Hilfen gibt es faktisch nicht. Die Beantragung ist kompliziert, die Hürden regelmäßig zu hoch. Die Ankündigung „schneller und unbürokratischer“ Hilfen hat sich als Worthülse erwiesen. Während die Betriebe ohne Einnahmen dastehen, laufen die Fixkosten wie Miete, Versicherungen, Leasingraten für Ladeneinrichtung etc., in voller Höhe weiter. Ausweichmöglichkeiten, um zumindest einen Teil der laufenden Kosten einzuspielen, bestehen nicht. Der Verkauf von Pflegeprodukten im Versand oder durch „Click and Collect“ ist eine zu vernachlässigende Größe.  

Viele Betriebe sehen sich sogar mit Rückzahlungsforderungen der Soforthilfen aus dem Frühjahr konfrontiert, weil die tatsächliche Schließungsdauer nicht dem damals geforderten Zeitraum der Vorausschau von 3 Monaten entsprach.

Im Ergebnis stellt sich die Lage aktuell so dar, dass der Friseur, der nicht über größere Rücklagen verfügt, zielsicher auf die Insolvenz zusteuert.

Dabei ist der Friseursalon kein Ort der Ansteckung. Das haben die Betriebe seit der Wiederöffnung im Mai bewiesen. Der Friseur hat am Tag eine extrem überschaubare und genau dokumentierte Anzahl von Kundenkontakten. Es gibt keinen Kundenverkehr im klassischen Sinne, nur Einzelpersonen mit Termin betreten überhaupt den Salon. Es hat immer nur die einzelne Friseurkraft und der einzelne Kunde persönlichen Kontakt.

Für die Arbeit am Kunden und den Betrieb des Salons insgesamt besteht ein mit der Berufsgenossenschaft ausgearbeitetes verbindliches Hygienekonzept, das seit dem Frühjahrimmer wieder optimiert worden ist. So sind denn auch keine wirklich nachweisbaren Fälle bekannt, in denen sich ein Kunde beim Friseurbesuch mit dem Covid-19 Virus infiziert hat.Das Infektionsrisiko beim Friseurbesuch ist nach wie vor eine vernachlässigbare Größe.

Im Ergebnis spricht nichts gegen eine Öffnung der Friseure. Das Friseurhandwerk verkennt nicht, dass in der aktuellen Situation jedweder Kontakt von Menschen unbedingt reduziert werden muss, auch wenn dies mit erheblichen Einschränkungen für die Menschen verbunden ist. Hierbei ist jedoch sorgfältig abzuwägen, ob eine wirtschaftlich unter Umständen existenzbedrohende Einschränkung auch wirklich eine dies rechtfertigende Senkung von Infektionsrisiken bringt.

Diese Abwägung unter Berücksichtigung aller Umstände der aktuellen Situation rechtfertigt aus unserer Sicht bereits jetzt nicht mehr, die Schließung der Friseure länger aufrechtzuerhalten.

Die immer größer werdende Abwanderung in die Schwarzarbeit (Stichwort Profifußball) ist ein deutliches Indiz dafür, dass eine Verlängerung des Lockdowns nicht sinnvoll wäre.

Sollte tatsächlich eine Verlängerung der aktuellen Maßnahmen über den 31. Januar hinauserfolgen, müssen die Friseure hiervon ausgenommen werden.

Darüber hinaus ist es unabdingbar, die Liquidität der Betriebe wieder zu stärken. Damit könnte auch ein positiver Effekt erzielt werden, um die aktuell stark sinkende Ausbildungsbereitschaft zu stoppen. Nur wirtschaftlich starke Betriebe können sich dieser Aufgabe stellen.

Eine zeitnahe Beantragung der Überbrückungshilfe III muss umgehend in die Wege geleitet werden. Die Betriebe müssen zur kurzfristigen Entlastung die Möglichkeit bekommen, Abschlagszahlungen beantragen zu können.

Zusätzlich muss eine Erstattung des Vorjahresumsatzes für den Zeitraum der gesamten Schließung in 2021 in Höhe von mind. 45% gewährleistet werden, ebenso wie eine einmalige Entschädigungfür die Umsatzausfälle im Dezember 2020 in Höhe von mind. 15% des Vorjahresumsatzes.

Im gesamten Bereich der staatlichen Hilfen gibt es einen deutlichen Bedarf zur Nachbesserung,damit die von der Politik vielbeschworene Solidarität nicht zu einseitig angesetzt ist.

 Mit freundlichen Grüßen

Friseur-Innung Nürnberg                  Friseur-Innung Fürth Stadt & Land             

Rainer Rossmann                              gez. Christian Hertlein

Obermeister                                       Obermeister

 

 


 

 



Unser Werbeauftritt bietet Ihnen eine informative Plattform rund um die Friseurbranche.

Wir, die Friseur-Innung Nürnberg, sind eine starke Gemeinschaft die zur Verbesserung der Wahrnehmung unseres Berufsstandes und zur Professionalisierung der Branche beiträgt.

Die Innung bietet einen umfassenden Service an, der durch Qualität, Leistung und individuelle Beratung überzeugen kann.

Wir freuen uns über Ihr Feedback sowie Anregungen;
das Angebot der Friseur-Innung können wir damit immer weiter verbessern.

Ihre

Friseur-Innung Nürnberg

Rainer Rossmann
Obermeister